Handys

Samsung Galaxy S3 – Designed for Humans

Es ist einfach atemberaubend! Anders kann man es nicht ausdrücken. Ich habe mir den Live-Stream aus London angeguckt und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Samsung hat quasi das Handy neu erfunden. Jedoch auf eine neue und sehr interessante Weise. Sie haben versucht die Natur als Vorbild zu nehmen, was ihnen meistens auch gut gelungen ist.

Das Samsung Galaxy S3 bringt sehr viele revolutionäre Features mit, die die Bedienung und Handhabung des Smartphones angenehmer und leichter machen sollen.

  

Es sprengt alle Erwartungen

Das S3 – auch GT-i9300 genannt – ist ausgerüstet mit einem Quad-Core Prozessor und einem 4.8 Zoll großen, scharfen Super-AMOLED Display mit einer Auflösung von 1280×720 Bildpunkten (720p). Weiterhin sind eine 8 Megapixel-Kamera und schnelles UMTS-HSPA+ – leider kein LTE – an Bord. Als Betriebssystem ist Android 4.0.4 installiert, welches von Samsung persönlich nochmal „gepimpt“ wurde, wodurch das SGS 3 an Individualität und Intelligenz gewinnt.

Das Galaxy S3 ist ein Genie

Man hätte denken können, dass Junho Jeon über einen Menschen geredet hat, als er das Unpacking-Event eröffnete. Er behauptete, „Das Galaxy S3 weiß, was Du tun möchtest“ und dass es „sieht und zuhört“ und somit auf den Nutzer reagiert.

Das Display wartet auf den Nutzer

Wer kennt es nicht: man ist auf einer Internetseite und liest sich etwas durch und mittendrin geht das Display aus. Mit dem Samsung S3 gehört das der Vergangenheit an. Es beobachtet mit der Frontkamera den Nutzer und lässt dementsprechend das Display an. Auch umgekehrt funktioniert es. Man nimmt das Handy in die Hand und es erkennt, dass man auf das Display schaut und schaltet die Beleuchtung an.

Direct Call: Schneller mit Freunden in Verbindung treten

Wie der Name schon sagt, ruft man mit dieser Funktion direkt den Kontakt an, mit den man gerade in Verbindung treten will. Stellen Sie sich vor, dass Sie einen Freund zum Essen einladen wollen. Zuerst wollen Sie eine SMS schreiben, entscheiden sich jedoch dazu, Ihren Freund anzurufen. Normalerweise müsste man nun lästig in die Telefonfunktion des Smartphones wechseln. Mit „Direct Call“ hat Samsung etwas erfunden, das dieses Problem sehr schnell und einfach löst. Um Ihren Freund anzurufen, müssen Sie einfach während dem Schreiben einer SMS das Telefon zum Ohr führen. Ein kleines und sehr nützliches Feature.

Smart Alert: Vermeiden von nervendem Lärm

Eine weitere Alltagssituation, die wahrscheinlich jeder versucht zu vermeiden. Nehmen wir an, Sie sitzen in einem Wartezimmer und Ihr Handy klingelt. Normalerweise würde es so lange klingeln, bis Sie abnehmen. Beim S3 ist dies jedoch nicht mehr so. Wenn Ihr S3 klingelt und Sie es in die Hand nehmen, wird die Lautstärke auf ein Minimum reduziert und dadurch vermieden, dass Sie und Ihre Umgebung unnötig gestört werden.

8 Megapixel Kamera: Eine sehr grosse Stärke des Galaxy S3

Wenn man ein Galaxy S3 hat, kann man sich eine teure Spiegelreflexkamera sparen. Das Smartphone kann bis zu 20 Bilder in Folge aufnehmen in nur wenigen Sekunden. Samsung nennt die Technik „Burst Shot“, womit es möglich sein soll, in der Sekunde 3 Bilder aufzunehmen. Dabei bleibt es aber nicht. Wenn man die „Best Photo“ – Funktion nutzt, nimmt das Gerät 8 Bilder auf und wählt danach automatisch das beste Bild aus.

Zwar ist diese Funktion nicht neu, aber das Galaxy S3 kann genauso wie das HTC One S und X Bilder aufnehmen, während man ein HD-Video macht. Das Besondere ist, dass dabei die Videoaufnahme nicht gestoppt oder pausiert wird.

Die Frontkamera mit 1.9 Megapixeln nimmt 720p-HD Videos auf und die 8 Megapixel-Kamera schafft sogar Full-HD mit 1080p.

S Voice: Siri Kopie oder doch Konkurrent

Es wäre ja gelacht, wenn Samsung sein Flaggschiff ohne Sprachsteuerung auf der Markt bringt. Sie nennt sich S Voice und funktioniert im Grunde wie Siri. Man kann aber bei S Voice auch Anwendungen steuern. Bei dem Event wurde zum Beispiel gezeigt, dass man mit dem Befehl „Take Photo“ ein Foto schießen kann. Sagt man „Cheese“, passiert selbiges. Es scheint so, als würde S Voice schneller reagieren und die Informationen geordneter anzeigen.

S Beam: Datenaustausch zwischen mehreren Geräten möglich

Die Idee ist einfach aber auch genial. Man packt die Geräte nebeneinander, wählt die zu übertragenen Daten aus und „schiebt“ sie rüber.  Dabei werden die Daten per Near Field Communication (NFC) verschickt. Sind die Dateien jedoch etwas größer, verbinden sich die Geräte über Wifi-Direct und brauchen keinen Router als Zwischenstück. Vorerst funktioniert es nur mit dem Galaxy S3, ob Wifi-Direct auch auf die anderen Samsung-Smartphones portiert wird, steht noch aus.

S3: Design und Farbe

Bei dem Design ist Samsung seinem Motto, die Natur als Vorbild zu nehmen, treu geblieben und hat die Farben den Gesteinssorten Marmor und Kiesel angepasst. Das Galaxy S3 erscheint in Marmorweiss oder Kieselsteinblau. Das Gehäuse ist leider nur aus Plastik, wirkt jedoch gut verarbeitet. Durch die silberne Kante werden Akzente gesetzt, zudem weist das Gerät angenehme Rundung auf. Auch auf der Benutzeroberfläche des S3 ist die Natur immer sehr präsent. Überall ertönen Klänge aus der Natur, wie zum Beispiel beim Entsperren des Lockscreens. Dort bekommt der User leise Wassertropfen zu hören.

Verbindung zum Internet und anderen Geräten

Das Galaxy erscheint in Deutschland nicht in der LTE-Version. Warum? – wurde nicht gesagt. Jedoch hat das Gerät HSPA+ mit 21 Megabit pro Sekunde und Bluetooth 4.0 an Bord, was vorerst genügen sollte. Außerdem kann das Galaxy S3 durch „Allshare Cast“ mit PC und TV verbunden werden und dadurch zum Beispiel die aufgenommenen Bilder auf einem Samsung-Fernseher streamen.

Massig Speicher

Es ist für jeden etwas dabei. Das Galaxy S2 wird in 16, 32 und sogar in 64 Gigabyte angeboten. Wem dieser Speicher nicht reicht, kann das Gerät über microSD erweitern. Arbeitsspeicher hat es mit einem Gigabyte auch genügend.

Abmessung, Daten und Akkuleistung

Ein wirkliches Fliegengewicht ist das Galaxy S3. Es ist 133 Gramm leicht und 8.6 Millimeter schlank. In der Länge misst es 136,6 Millimeter und in der Breite 70,6 Millimeter. Wenn man sich das Gewicht anguckt, fragt man sich, wo der riesige Akku mit 2.100 Milliamperestunden (mAh) versteckt wurde. Der Akku kann ganz leicht über das „Wireless Charging Kit“ aufgeladen werden. Dafür muss man das Smartphone einfach nur auf eine Dockingstation legen und es wird per Induktion aufgeladen.

Fazit

Samsung hat mit dem Galaxy S3 sehr gute Arbeit geleistet. Sie haben sehr viel dazugelernt und vor allem sehr viel neu entwickelt. Würde das Galaxy S3 nicht die neuen Funktionen bieten, wäre es nichts besonderes. Das große 4,8 Zoll-Display mit 720p-Auflösung, der Vierkern-Prozessor, die schlanken 8,6 Millimeter und der üppige Akku mit 2.100 Milliamperestunden schnüren ein mächtiges Paket, das seinesgleichen sucht.

Die Form gefällt mir sehr. Was mich jedoch stört ist, dass ein knapp 600 € teures Smartphone einfach zu sehr nach Plastik aussieht und somit an Wertigkeit verliert. Es ist schade, dass sich einige Gerüchte, wie z.B. die Keramik-Legierung nicht bewahrheitet haben. Man kann aber auch sehen, dass sehr viele Gerüchte einen gewissen Wahrheitsgrad hatten.

Zusammen mit dem Galaxy S3 führt Samsung auch viel Zubehör ein. Dazu gehören zum Beispiel ein spezielles Case, welches das S3 vor äußeren Schäden schützen soll und ein speziellen MP3-Player – S Pebble – der sich mit dem S3 verbindet und die Musikwiedergabe übernimmt. Zu den Zubehörteilen kommt später noch weitere Details.

Am 29. Mai will Samsung das Galaxy S3 in Deutschland veröffentlichen.

Nun ist es so weit. Es ist da, das Galaxy S3. Werdet ihr euch das neue Prachtstück von Samsung kaufen und wenn ja, in welcher Farbe und welcher Version?

[divider]

     



Um auf dem Laufenden zu bleiben, folgt einfach unseren Facebook, Twitter oder Google+ Fanpages.

Das könnte dir auch gefallen: