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{ Geschrieben von Android-Magazin.org am 21. Juli 2012 }

[Review] Fujitsu ScanSnap S1300i

ScanSnap

Mit dem ScanSnap S1300i kommt ein neuer Scanner aus der ScanSnap-Serie von Fujitsu. Es ist ein vielseitiges Gerät mit direkter Anbindung an Dropbox und Evernote. Dadurch ist es perfekt geeignet für die Nutzung mit Smartphones.

Mit dem ScanSnap S1300i macht Futjitsu den nächsten Schritt in die Scan-to-Mobile- und Scan-to-Cloud-Strategie. Durch die Möglichkeit, gescannte Dokumente bei Dropbox oder Evernote hochzuladen, kann man diese direkt auch per Smartphone oder Tablet nutzen. Im Folgenden werde ich euch zeigen, wie sich dieses Multitalent im Test geschlagen hat und ob man die Anbindung an das Smartphone auch sinnvoll nutzen kann.

Im Betrieb

Von außen hat das Gerät nur einen Knopf, was auch vollkommen ausreicht, da der ScanSnap vollautomatisch und intelligent handelt. Der Dokumentenhalter bieten Platz für 10 Seiten, die nach und nach durch den Scanner gejagt werden können. Dabei kann der S1300i nicht nur einseitig, sondern auch beide Seiten gleichzeitig in Schwarz-Weiß oder in Farbe scannen, was die Arbeit um einiges beschleunigt und vereinfacht. Auf der Vorderseite finden wir den einzigen Knopf des Gerätes. Dieser lässt den Scanvorgang starten. Nachdem man den Knopf einmal gedrückt hat, muss man nichts weiter machen. Der Scanner entscheidet noch während des Scannens, ob die Seite gedreht werden muss, ob es ein Farbdokument sein soll oder ob gerade eine leere Seite gescannt wird. Durch das automatisierte Verhalten des Scanners schafft er bis zu 10 DIN-A4-Seiten – beidseitig bedruckt – pro Minute. Jedoch konnte ich bei meinem Test feststellen, dass es mit der Stromversorgung per Steckdose und nicht per USB etwas schneller geht.

Die mitgelieferte Software muss auf dem PC oder Mac installiert werden, sonst funktioniert der Scanner nicht. Wenn man die Software installiert hat und anschließend Dokumente scannt, landen diese automatisch zuerst bei dem ScanSnap-Manager. Dort kann man dann entscheiden, was mit dem Dokument passieren soll.
Zur Auswahl stehen dann:

Wie wir sehen, kann man von hier aus direkt die Scans auf Dropbox oder Evernote hochladen. Außerdem – und jetzt wird es interessant – kann man per Scan to Mobile das Dokument direkt auf das Smartphone schicken. Dafür muss man zusätzlich die App “ScanSnap Connect Application” auf dem gewünschten Smartphone installieren.

[app]com.fujitsu.pfu.ScanSnapConnectApplication[/app]

Diese App verbindet sich automatisch beim Start mit dem ScanSnap-Manger auf ihrem PC. Danach können alle Scans durch die Funktion Scan to Mobile übertragen werden. Dies hat in meinem Test nicht auf Anhieb funktioniert, jedoch gehe ich davon aus, dass es an meinem Wi-Fi-Netzwerk liegen müsste und nicht am Scanner.

Schlau ist er, aber ist er auch portabel?

Man kann den S1300i auch wahlweise per mitgeliefertem USB-Netzkabel betreiben. Dadurch kann vielleicht ein kleinen Wirrwarr an Kabeln entstehen, da zusätzlich, neben dem Stromkabel, auch ein USB-Kabel angeschlossen werden muss, um die Kommunikation zwischen Laptop und Scanner zu gewährleisten. Ich finde es trotzdem gut, dass Futjitsu uns diese Möglichkeit bietet. Dadurch kann man den S1300i auch unterwegs nutzen. Also JA, er ist portabel.

 

Nun kommen wir zu dem Haken der ganzen Geschichte. Wie ich bereits oben erläutert habe, sendet das S1300i die Daten nicht direkt an das Smartphone, sondern zuerst an einen PC oder Mac und von dort aus kann man es dann an das Smartphone schicken. Da muss ich mich leider fragen: “Wo bleibt da dann die Logik dieses Gerätes”.

Wenn sie also ein Dokument, nehmen wir zum Beispiel einen Brief, mobil auf dem Smartphone zur Verfügung haben wollen, dann müssen sie es per Scanner einscannen und anschließend per Software auf die App übertragen. Erst dann haben sie den Brief auf dem Smartphone. Bei der Übertragung zwischen PC/Mac und dem Smartphone müssen die Geräte außerdem in dem gleichen Wi-Fi-Netzwerk eingeloggt sein. Da man unterwegs nicht überall eine Wi-Fi-Verbindung hat, wird es spätestens an diesem Punkt unmöglich, die Datei zu übertragen.

Besser wäre es, wenn der Scanner direkt mit dem Smartphone oder Tablet kommunizieren könnte. Dann wäre man nicht an eine äußere Schnittstelle gebunden.

Fazit

Obwohl der Scanner nicht ganz so portabel ist, wie er auf dem ersten Blick erscheint, kann man trotzdem sagen, dass er seine Aufgabe – nämlich das Scannen von Dokumenten – mit Bravur meistert. Die gescannten Dokumente werden automatisch bearbeitet und erscheinen in sehr guter Qualität.

Allerdings finde ich es nicht gut umgesetzt, dass man diesen Umweg, der mit vielen möglichen Problemen verbunden ist, gehen muss, um seine Dokumente auf das Smartphone oder Tablet zu bekommen. Wenn man den Scanner auch unterwegs nutzen will, um etwa Dokumente zu digitalisieren und anschließend auf sein Smartphone zu übertragen, dann kann ich diesen Scanner leider nicht empfehlen. Wenn man den Scanner jedoch an einem festen Standort nutzen will, dann ist der ScanSnap S1300i die beste Wahl. Denn er scannt in sehr hoher Qualität und erleichtert durch die automatischen Vorgänge dem Nutzer sehr stark die Arbeit.

Bei Amazon kann man den Fujitsu ScanSnap S1300i schon für unter 300 Euro bekommen.

Wenn ihr weitere Informationen zu diesem Scanner benötigt, dann könnt ihr sie auf der Produktseite vom Fujitsu ScanSnap S1300i nachlesen.