Reviews

Online-Shopping – Wie ein Shop sich nicht verhalten sollte

Immer mehr Menschen shoppen bequem online. 2014 haben rund 40 Millionen Nutzer Plattformen wie eBay oder Amazon genutzt um online Produkte zu kaufen. Obwohl viele Verkäufer mit 5 Sterne- oder 99-Prozent-Bewertungen glänzen wollen, sieht die Wahrheit oft anders aus.

Oft versuchen Verkäufer schlechte Bewertungen zu vermeiden und bitten die Kunden bei schlechten Erfahrungen direkt Kontakt aufzunehmen, was auf den ersten Blick natürlich nicht verwerflich ist. Doch dass dieser Kontakt nicht immer zur Zufriedenheit des Kunden führen muss, mussten wir erst kürzlich am eigenen Leibe herausfinden.

Wir haben für ein defektes Sony Xperia Z3 ein Ersatzdisplay mit Rahmen bestellt. Dabei haben wir darauf geachtet, dass der Verkäufer – in unserem Fall ein eBay-Shop namens phonefunky – eine sehr gute Bewertung hat (99.3% postive Bewertungen). Bestellung & Versand haben auch wie gewohnt sehr gut funktioniert.

eBay-phonefunky

Als das Produkt nun endlich da war vielen mir direkt, obwohl eine Qualitätskontrolle durch den Verkäufer durchgeführt wurde (erkennbar durch einen QC-Sticker), ein Kratzer auf dem Rahmen auf und das Display wurde nicht optimal verklebt.

Unbenannt-1

Da ich das Display brauchte und auf eine lange Rücksendungen verzichten wollte, kontaktierte ich den Verkäufer per Mail und fragte nach einer Teilrückerstattung, die mir dann auch in Höhe von 15,00 Euro angeboten wurde – entspricht 15.8% des Kaufpreises. So weit, so gut.

Da ich nicht die Absicht hatte, dass Display zurückzuschicken, baute ich parallel das Display ein. Schon bei der ersten Nutzung des Smartphones riss mir die Abdeckung der Ladebuchse ab. Daher kontaktierte ich den Shop ein erneutes Mal. Dieser bat mich das Display für eine Kontrolle wieder zurückzuschicken. Allerdings würde dies für mich wiederum Ein- und Ausbaugebühren bedeuten, die ich selbstverständlich selber tragen muss.

Im weiteren Verlauf wurde der Kontakt zum Verkäufer immer schwieriger – wohlgemerkt immernoch über E-Mail ohne eBay einzuschalten. Als nun auch das Display nach wenigen Tagen Nutzung an besagter Stelle ohne Fremdeinwirkung gerissen ist, beschuldigte der Verkäufer trotz ausführlicher Bildbeweise, dass ich an dem Schaden Schuld sei und bot mir im selben Atemzug eine Rücksendung und anschließende Kontrolle durch ein Gutachter an. Die Kosten müsste ich laut Verkäufer in diesem Fall selber tragen. Dies widerspricht gegen das geltende Gewährleistungsgestzt nach § 434 BGB.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich weder eine schlechte Bewertung getätigt noch den eBay-Käuferschutz eingeschaltet. Da mir dies nun allerdings zu bunt wurde, kontaktierte ich schlussendlich eBay, was bislang auch keine Klärung bewirkt hat. Der Verkäufer phonefunky rezitierte bloß seine letzte Mail.

Ergebnis der ganzen Aktion ist, dass ich auf 94,99 Euro + Einbaukosten sitzen bleibe! Ich habe bislang die 15 Euro Teilrückerstattung nicht bekommen und hinzukommt, dass der Verkäufer mir ein “vergünstiges” Display für 84,90 Euro angeboten hat. Also hat man auch noch versucht zusätzlich an mir Geld zu verdienen, was für mich einer absoluten Frechheit gleicht.



Um auf dem Laufenden zu bleiben, folgt einfach unseren Facebook, Twitter oder Google+ Fanpages.

Das könnte dir auch gefallen: