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Die Struktur eines eSport-Teams

Kein Sport der Welt wächst in seiner Popularität derzeit schneller als eSport. Das übt wiederum einen großen Einfluss auf Zuschauer, Sponsoren und Reichweite der Veranstaltungen aus. Die großen Events und Turniere punkten mit ausverkauften Hallen und bieten alles, was das Gamer-Herz begehrt. Doch wie ist ein eSport-Team eigentlich strukturiert? Gibt es Reserve-Mannschaften und wie viel Personal kümmert sich um den Kader?

Erfahrung auf Trainerposition kann den Unterschied ausmachen

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SOURCE: Twitter

Die besten eSports-Spieler der Welt treffen sich regelmäßig bei Turnieren rund um die Welt, um das beste Team auf PC und Smartphone zu ermitteln. Dafür stehen in den unterschiedlichen Disziplinen verschiedene Spiele zur Verfügung. League of Legends, Dota 2 und CS:GO sind die bekanntesten, zuletzt kam noch Overwatch hinzu. Die besten Teams der Welt streiten sich nachvollziehbarerweise um die besten Akteure, um ihre Chance auf Erfolge zu erhöhen. Bekannte Teamnamen sind zum Beispiel Fnatic, Ninjas in Pyjamas oder SK Telecom T1. Allesamt können auf große Erfolge blicken. Angesichts der steigenden Beliebtheit des eSports steigen auch immer mehr Fußballklubs in den elektronischen Sport ein und sind, im Beispiel des deutschen Klubs Schalke 04, unter anderem in League of Legends und FIFA aktiv. Der VfL Wolfsburg, Paris Saint-Germain oder die großen Drei aus Istanbul – Besiktas, Galatasaray und Fenerbahce – sind ebenfalls dabei.

Dank der täglichen Trainingsroutine entscheidet zwischen den Top-Teams oftmals nur die Tagesform oder Glück, wer das aktuelle Duell gewinnt. Wenn man die tägliche Arbeit hinter den Kulissen bedenkt, die oftmals mehr als 8 Stunden gemeinsames Üben beinhaltet, kommt man schnell auf den entscheidenden Punkt, der den Unterschied ausmachen kann: Dieser liegt auf der Trainerposition und kann aus den Spielern noch einmal entscheidende Prozentpunkte herauskitzeln. Die Spieler schauen sich in den Spielpausen gemeinsam mit ihrem Coach Videoclips ihrer Spiele an und beraten dabei über Verbesserungsmöglichkeiten. Die Kader sind abhängig vom jeweiligen Spiel unterschiedlich groß. Blicken wir dafür auf ein Beispiel des wettbewerbsintensiven League of Legends. Das offizielle LoL Regelbuch setzt einen Team-Manager, einen Trainer sowie sechs Spieler im aktiven Kader und der Auswechselbank voraus. Dabei darf jedes Team maximal 10 Spieler im Kader führen. Wenn ein Spieler von dieser Liste gestrichen wird, gilt er gleichzeitig als Free Agent. In den Play-Offs wird der Kader auf sechs Spieler plus eine Alternative verringert. Maximal dürfen drei Spieler im Reservekader stehen. Auf dem Feld stehen sich schließlich 10 Spieler im 5v5 gegenüber.

Aufteilung nach Position in Spiel und Training

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SOURCE: Twitter

Im Fall von CS:GO handelt es sich um eine ähnliche Anordnung der Matches. Allerdings sind hier auch Teams mit fünf Mitgliedern zugelassen. Das Regelwerk empfiehlt zwar eindeutig die Nominierung von sechs oder sieben Spielern, macht dies jedoch nicht zwingend erforderlich und unterscheidet sich so von League of Legends. Mit 685 gewonnenen Partien in der Geschichte des CS:GO eSports, ist Ninjas in Pyjamas das erfolgreichste Team der Welt. Das von großen Unternehmen wie Betway gesponserte Team rutschte zuletzt wie Fnatic etwas ab, kann sich jedoch auf die große Anzahl Fans im Rücken verlassen. Das dänische Astralis-Team, unter anderem mit dem Partner Audi auf dem Trikot aktiv, führt die Rangliste im Oktober 2018 an. Wenn wir einen Blick auf die verschiedenen Teams werfen, erkennen wir ähnliche Strukturen zu einer Aufstellung im Fußball oder Basketball. Die offizielle Team-Website hilft uns dabei weiter, sechs Spieler sind im CS:GO Team vorzufinden. Bei ihnen handelt es sich um Jonas Olofsson, Dennis Edman, Fredrik Sterner, Christopher Alesund und Patrik Lindberg. Gecoacht wird die Mannschaft von Faruk Pita. Viel interessanter sind jedoch die Positionsbezeichnungen, die NiP mitführt. So bestehen in diesem Gaming-Beispiel etwa Rifler, IGL sowie Lurker.

Im Fall von Dota 2 lauten die Positionen wiederum Midlane, Offlane, Support, Carry und Captain. Wer sich also neu mit dem eSports auseinandersetzt, vielleicht auf dem Android-Smartphone spielen möchte und sich die Live-Spiele per Stream anschaut, wird schnell Verbindungen zu bekannten Sportarten ziehen können. Das Level an Begeisterung kann ebenfalls mit dem der traditionsreichen Sportarten mithalten, denn auch im eSports gibt es wie n-tv berichtete die typischen Fanscharen, die ihrem Team bedingungslose Unterstützung zukommen lassen, während den anderen Abneigung entgegenschlägt.

Der nächste Schritt des professionellen eSports wird sicherlich der zunehmende Weg auf Smartphones sein. Die aktuell bereits vorhandene Hardware schafft perfekte Voraussetzungen, um diesen Schritt zu gehen. Einzige Frage bleibt, wie hoch das Interesse der Fans sein wird, wenn sich die Teams auf einmal auf minimal großen Bildschirmen duellieren. Mit Sicherheit eine spannende Zukunft!



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