Wenn Strom- und Heizkosten explodieren: Tipps zum Geld sparen im Winter

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Die Preise für Strom und Gas steigen in Deutschland wieder enorm. Doch Verbraucher können mit ein paar einfachen Tricks jede Menge Geld sparen. 

Die Strom- und Gaspreise schießen in Deutschland weiter in die Höhe. In der Politik werden Forderungen nach Entlastungen für Verbraucher lauter. Die Linke beispielsweise schlägt eine Einmalzahlung von 200 Euro vor, die zum 1. Dezember an rund 13 Millionen armutsgefährdete Menschen ausgezahlt werden sollte. Doch abgesehen von den Bemühungen der Politik gibt es ein paar Dinge, die Verbraucher selbst beachten können, um die jährliche Strom- und Heizkostenabrechnung zu senken – echo24.de* verrät, welche.

Strom- und Gaspreise steigen: So können Verbraucher Heizkosten aktiv verringern

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat einige hilfreiche Tipps veröffentlicht, mit denen Strom sowie Gas und damit bares Geld gespart werden kann. Zuerst zum Thema Heizen: Die Heizung sollte individuell auf den tatsächlichen Wärmebedarf des Haushalts eingestellt sein, schreibt die Verbraucherzentrale. Dabei sollten die programmierten Ein- und Ausschaltzeiten der Heizung überprüft werden.

Vor allem die individuellen Aufsteh- und Schlafenszeiten spielen eine große Rolle. Idealerweise sollte die Raumtemperatur vor allem im Schlafzimmer nachts auf etwa 17 Grad Celsius absinken. Das ist nicht nur die beste Temperatur zum Schlafen, sondern spart auch Strom und Gas. Auch tagsüber sollte das Schlafzimmer nicht hochgeheizt werden, da sonst am Abend die Wärme nur unnötig rausgelüftet werden muss.

Um gezielter kontrollieren zu können, auf wie viel Grad wann geheizt wird, kann es auch Sinn ergeben, etwas Geld in die Hand zu nehmen und einen digital programmierbares und steuerbares Heizkörperthermostat zu kaufen. Die sind zwar nicht ganz billig, dafür kann allerdings auf lange Sicht gespart werden. Denn statt die Heizung beispielsweise konstant auf Stufe 5 laufen zu lassen, erkennt ein smartes Heizkörperthermostat die Raumtemperatur und heizt automatisch weniger, wenn die eingestellte Wohlfühltemperatur im Raum erreicht ist.

Zudem kann auch programmiert werden, zu welchen Tagen und Uhrzeiten auf welche Temperatur geheizt werden soll. Sie sind immer zwei Tage im Büro und drei Tage im Homeoffice? Dann ist es möglich, den Regler so zu programmieren, dass das Arbeitszimmer nur an den drei Homeoffice-Tagen beheizt wird. So können langfristig unnötige Heizkosten verringert werden, da nicht mehr daran gedacht werden muss, den Heizkörper zuzudrehen.

Hohe Strom- und Heizkostenabrechnung: So sparen Verbraucher Strom

Und nun zum Thema Strom sparen: Licht ausmachen, wenn der Raum verlassen wird und Geräte nach dem Benutzen ausschalten, versteht sich eigentlich von selbst. Dennoch gibt es einen wichtigen Punkt, den Verbraucher unbedingt beachten sollten. Denn der Stand-By-Betrieb von Elektrogeräten – etwa von Fernsehern, Stereoanlagen oder der Kaffeemaschine – „von 20 bis 24 Stunden am Tag kann in einem durchschnittlichen Haushalt Kosten von über 70 Euro im Jahr verursachen“, schreibt die Verbraucherzentrale.

„Die Stereoanlage hat mit 20 Euro den größten Anteil an diesem Verbrauch. Ein Computer mit angeschlossenem Drucker verursacht immerhin Kosten von 17 Euro im Stand-By-Betrieb“, heißt es. Daher der Tipp: Zwischen den Elektrogeräten und der Steckdose sollten Steckerleisten installiert werden, so können mehrere Geräte gleichzeitig ausgeschaltet werden, statt sie nur in den Stand-By-Modus zu setzen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sie einen „echten“ Aus-Schalter besitzen. Alternativ kann natürlich auch bei jedem einzelnen Gerät nach dem Benutzen klassisch der Stecker gezogen werden.

Hohe Strom- und Heizkostenabrechnung? Geld sparen mit diesen Tricks

Zum Thema Licht rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: „Achten Sie beim Kauf auf die Kelvin-Angabe (K): 2.700 K versprechen ein warmes Licht und senken dennoch die Stromrechnung. Wer tageslichtweiß bevorzugt, wählt 5.000 K und mehr.“ Allgemein sollten alte Glühbirnen durch moderne LEDs ausgetauscht werden.

Zuletzt sollte generell bei Neuanschaffungen auf einen niedrigen Verbrauch geachtet werden. Auch wenn die Produkte beim Kauf eventuell in der Stromspar-Variante etwas teurer sind, rechnet sich das Einsparen von hohen Stromkosten auf viele Jahre gesehen eindeutig – vor allem bei Energie-Fressern wie Kühl- und Gefrierschränken, Waschmaschinen und Trockner.

Übrigens: Nicht nur beim Heizen und Stromverbrauch kann mit ein paar wenigen Tricks ordentlich gespart werden. Auch im Supermarkt gibt es ein paar fiese Einkaufsfallen, durch die Kunden tiefer in die Tasche greifen müssen. *echo24.de verrät, welche Tricks Kunden kennen sollten, um beim Einkaufen zu sparen*. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.